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Inhouse-Postdienste: Mustergefährdungsbeurteilung

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MUSTERGEFÄHRDUNGSBEURTEILUNG FÜR INHOUSE-POSTDIENSTE

MUSTERGEFÄHRDUNGSBEURTEILUNG FÜR INHOUSE-POSTDIENSTE

Eine detaillierte und fortlaufend aktualisierte Gefährdungsbeurteilung ist die Grundlage für Sicherheit und Gesundheit bei den Inhouse-Postdiensten. Sie ermöglicht es dem Betrieb, rechtssicher zu handeln und die Effizienz der Postprozesse zu steigern. Dabei steht die praktische Umsetzung aller beschriebenen Maßnahmen im Vordergrund. Nur wenn die Maßnahmen konsequent umgesetzt und auf ihre Wirksamkeit überprüft werden, ist ein nachhaltig hohes Sicherheitsniveau gewährleistet.

Alle Beteiligten – von der Poststellenleitung über die Mitarbeitenden bis zur Geschäftsführung – sind aufgefordert, aktiv zum Arbeitsschutz und zur Prozessoptimierung beizutragen. Eine gelebte Sicherheitskultur verringert nicht nur das Unfallrisiko, sondern erhöht die Zufriedenheit und Motivation der Beschäftigten und trägt entscheidend zum Unternehmenserfolg bei.

Einführung in die Facility Management Praxis

Gefährdungsbeurteilung für Inhouse-Postdienste

Diese Gefährdungsbeurteilung gibt einen detaillierten Überblick über potenzielle Gefährdungen und erforderliche Schutzmaßnahmen bei der Abwicklung der Inhouse-Postdienste in einem Musterunternehmen. Dieser Leitfaden ist konzipiert, um alle wesentlichen Aspekte – von der Rechtsgrundlage über die organisatorischen Anforderungen bis hin zu konkreten Maßnahmenkatalogen – zu beleuchten. Neben der einmaligen Erstellung liegt besonderer Fokus auf einer fortlaufenden Aktualisierung, um jederzeit eine hohe Arbeitssicherheit und einen reibungslosen Postablauf sicherzustellen. Dies ist bei Bedarf zu aktualisieren, zu ergänzen und anzupassen.

RECHTLICHE GRUNDLAGEN

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG): Verpflichtung zur Durchführung und Dokumentation einer Gefährdungsbeurteilung.

  • Ableitung geeigneter Schutzmaßnahmen sowie regelmäßige Überprüfung der Wirksamkeit.

  • Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV): Vorgaben zum sicheren Betrieb von Arbeitsmitteln (z. B. Frankiermaschinen, Kuvertiermaschinen, Transportmittel).

  • Prüfung und Wartung von Arbeitsmitteln in geeigneten Intervallen.

  • DGUV Vorschriften und Regeln (z. B. DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“): Umsetzung von Präventionsmaßnahmen durch den Arbeitgeber.

  • Festlegung von Pflichten für Versicherte und Unternehmer.

  • Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV): Gestaltung von Arbeitsplätzen, Verkehrswegen, Belüftung, Beleuchtung, Fluchtwegen etc.

  • DGUV Information 208-043 (ehemals BGI 505-46) Post- und Logistik: Konkretisiert branchenspezifische Hinweise zu Gefährdungen und Präventionsmaßnahmen im Post- und Logistikbereich.

  • Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und Bundesdatenschutzgesetz (BDSG): Schutz persönlicher Daten und Vertraulichkeit bei der Beförderung von Sendungen.

  • Die Einhaltung dieser Vorschriften stellt sicher, dass Rechtsverbindlichkeit gegeben ist und zudem ein angemessenes Schutzniveau für die Beschäftigten gewährleistet wird.

Allgemeine Informationen zum Betrieb (exemplarisch)

  • Branche: Industrie (Produktions- und Verwaltungsstandorte)

  • Mitarbeiteranzahl: ca. 2000

  • Standort: Deutschland

  • Abteilungen: Verwaltung, Produktion, Lager, Versand, Poststelle etc.

Beschreibung der Poststelle

Die Poststelle übernimmt sämtliche Postdienste im Betrieb (intern/extern):

Verwaltung der Post- und Versandprozesse

  • Eingehende und ausgehende Briefpost (Standard- und Einschreiben, ggf. Expresssendungen)

  • Annahme und Ausgabe von Paketen (Kurier- und Paketdienstleistungen)

  • Verteilung der Sendungen an die zuständigen Abteilungen (tw. auch persönliche Übergabe sensibler Dokumente)

  • Zwischenlagerung bei zeitlicher Verzögerung oder hohen Paketaufkommen

  • Frankier- und Kuvertierarbeiten bei Großversendungen

  • Verwaltung von Versandmaterial (Briefumschläge, Kartons, Polstertaschen, etc.)

Poststellenorganisation und Zusammenarbeit im Facility Management

Die Poststelle ist organisatorisch dem Bereich „Infrastrukturelles Facility Management“ zugeordnet und arbeitet eng mit Einkauf, Facility Management und ggf. Sicherheits- bzw. Datenschutzbeauftragten zusammen. Ein hohes Postaufkommen kann insbesondere in Monats- und Quartalsabschlüssen sowie zum Jahresende auftreten.

Personelle Struktur

  • Poststellenleitung (Teamleitung): Verantwortet die Organisation, Steuerung sowie Einhaltung der Sicherheits- und Datenschutzvorschriften.

  • Poststellenmitarbeitende (3–5 Personen): Sortierung, Frankierung, Zustellung, Abholung, Pflege der Geräte, Einweisung externer Zusteller.

  • Aushilfskräfte / Teilzeitkräfte: Unterstützung zu Stoßzeiten (z. B. während Urlaubszeiten oder saisonalen Sendungsspitzen).

Gefährdungsbeurteilung und Mitarbeiterschulungen

  • Durchführung und Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung.

  • Anschaffung und Instandhaltung aller relevanten Arbeitsmittel (z. B. Frankiermaschine, Kuvertiermaschine, Rollwagen).

  • Organisation der Unterweisungen: Regelmäßige Schulungen der Mitarbeitenden in Bezug auf Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Datenschutz.

  • Erstellung von Betriebsanweisungen: Verhaltensregeln an Maschinen, Notfallpläne, Hygieneanweisungen.

  • Fortlaufende Prüfung: Regelmäßige Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung bei betrieblichen Veränderungen (Umzug, neue Maschinen etc.).

Physische Gefährdungen

  • Manuelle Handhabung von Lasten: Heben und Tragen von Paketen und Postbehältern.

  • Risiko von Rücken- und Bandscheibenschäden bei wiederholtem oder falschem Heben.

  • Ergonomische Belastungen am Arbeitsplatz: Falsche Tisch- oder Arbeitshöhe beim Sortieren und Frankieren.

  • Langandauernde stehende oder sitzende Tätigkeiten ohne Bewegungswechsel.

  • Schnitt- und Stichverletzungen: Umgehen mit Brieföffnern, Cutter-Messern, Papier (Papierkanten) und Kartonagen.

  • Stolper-, Rutsch- und Sturzgefahren: Kabel, die lose herumliegen.

  • Teilweise vollgestellte oder schlecht ausgeleuchtete Verkehrswege.

  • Herumliegende Verpackungs- und Füllmaterialien (z. B. Folien, Kartons).

Technische Gefährdungen

  • Elektrische Betriebsmittel: Frankiermaschine, Kuvertiermaschine, Paketwaage, Scanner, Kopierer.

  • Mögliche Defekte an Kabeln, Anschlüssen oder Steckdosen.

  • Überlastete Mehrfachsteckdosen.

  • Mechanische Gefährdungen: Quetschungen oder Einklemmungen an beweglichen Teilen (z. B. Kuvertiermaschine).

  • Verletzungsgefahr durch unsachgemäße Bedienung von Förderbändern (falls vorhanden).

  • Transportmittel: Rollwagen, Sackkarren (Gefahr von Quetschungen an Rädern oder unkontrollierten Bewegungen).

  • Kleinere interne Postfahrzeuge (Elektrotransporter), falls vorhanden – Gefährdung durch Zusammenstöße oder unsachgemäße Ladungssicherung.

Organisatorische Gefährdungen

  • Zeitdruck und Arbeitsverdichtung:Spitzenzeiten bei Monats- und Quartalsabschlüssen, Jahresultimo, kurzfristige Aussendungen.

  • Risiko von Fehlern, Unachtsamkeiten oder Überlastung der Mitarbeitenden.

  • Fehlende Abstimmung mit anderen Abteilungen: Unklare Zuständigkeiten für Abholung und Zustellung.

  • Verzögerungen und Nachfragen, steigendes Stresslevel.

Chemische und biologische Gefährdungen

  • Umgang mit Toner, Druckertinte, Reinigungsmitteln: Mögliche Hautreizungen, Einatmen von Feinstaub (z. B. Tonerstaub).

  • Kontakt mit den Augen bei unsachgemäßer Handhabung.

  • Biologische Gefährdungen: Verschmutzte Sendungen (z. B. Staub, Schimmelsporen).

  • Verpackungsmaterial mit möglichem Schädlingsbefall.

  • Umgang mit unbekannten Postsendungen (Infektionsrisiko, auch wenn relativ gering).

Brand- und Explosionsgefahren

  • Elektrische Geräte: Kurzschlüsse oder Fehlfunktionen durch Überlastung.

  • Papier, Karton und Verpackungsmaterial: Hohe Brandlast durch Lagerung von Kartons, Papierstapeln.

  • Lithiumbatterien in Sendungen: Potenzielle Brandgefahr bei unsachgemäß gelagerten oder defekten Akkus (z. B. in Elektrogeräten, Laptops, Handys).

Psychische Gefährdungen

  • Stress bei hohem Postaufkommen: Termindruck, Monotonie, mögliche Überlastung der Mitarbeitenden.

  • Eintönigkeit und mangelnde Gestaltungsspielräume: Längere Sortier- und Kuvertiertätigkeiten ohne Variation.

Datenschutz und Sicherheitsaspekte

  • Vertrauliche Dokumente: Ungesicherte Ablage.

  • Einsichtnahme durch Unbefugte.

  • Datenschutzverletzungen: Offen herumliegende Adresslisten, vertrauliche Schreiben.

BEWERTUNG DER RISIKEN

Die Bewertung orientiert sich an einer Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit (gering, mittel, hoch) und möglichem Schadensausmaß (gering, mittel, hoch). Daraus ergibt sich eine Risikostufe (z. B. „gering“, „mittel“, „hoch“). Nachstehende Tabelle zeigt exemplarische Bewertungen:

Nachstehende Tabelle zeigt exemplarische Bewertungen:

Gefährdung

Eintritts- wahrscheinlichkeit

Schadensausmaß

Risikostufe

Heben schwerer Pakete

mittel

mittel

mittel

Stolpern/Rutschen

mittel

leicht – mittel

mittel

Quetschung an Kuvertiermaschine

gering – mittel

mittel – hoch

mittel

Elektrische Gefährdung (Geräte)

gering

mittel – hoch

mittel

Tonerstaub, Reinigungsmittel

gering

gering – mittel

gering – mittel

Datenschutzverletzung

gering

mittel

gering – mittel

Stress/psychische Belastung

mittel

mittel

mittel

GEGENSTEUERUNG: MAßNAHMENKATALOG

Die Auswahl geeigneter Schutzmaßnahmen folgt dem Grundsatz: Gefährdungen möglichst an der Quelle reduzieren (Substitution, technische Maßnahmen) und erst danach organisatorische sowie personenbezogene Maßnahmen.

Nachfolgend ein umfassender Maßnahmenkatalog, aufgegliedert nach Gefährdungstypen:

Technische Maßnahmen

  • Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung: Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung

  • Anti-Ermüdungsmatten für stehende Tätigkeiten.

  • Sichere Geräte und Betriebsmittel: Regelmäßige Prüfung von Frankier-, Kuvertier- und Waagenanlagen durch befähigte Personen.

  • Sicheres Kabelmanagement (Kabelführungen, Kabelbrücken).

  • Schutzabdeckungen und Not-Aus-Schalter an Maschinen in einwandfreiem Zustand.

  • Beleuchtung und Belüftung: Ausreichende Arbeitsplatzbeleuchtung (mind. 500 Lux im Sortierbereich).

  • Gründliche Belüftung oder regelmäßiges Lüften bei Feinstaubentwicklung (z. B. Toner).

  • Brandschutz: Feuerlöscher in unmittelbarer Nähe zur Poststelle; regelmäßige Wartung.

  • Rauchmelder in den Räumlichkeiten.

  • Klare Kennzeichnung von Fluchtwegen und Notausgängen.

Organisatorische Maßnahmen

  • Lastenbegrenzung: Festlegung eines Maximalgewichts pro Paket (z. B. 15 kg).

  • Verwendung von Sackkarren, Rollwagen, ggf. Kleintransporter ab 15 kg.

  • Strukturierung der Abläufe: Genaue Zeitfenster für Abholung und Zustellung an den Abteilungen, um Stau zu vermeiden.

  • Einrichtung einer zentralen Abgabe- und Annahmestelle mit deutlich gekennzeichnetem Wartebereich.

  • Periodische Unterweisung: Jährliche oder halbjährliche Schulungen zum richtigen Heben und Tragen, Arbeitssicherheit, Datenschutz.

  • Einführung in den korrekten Umgang mit Frankiermaschinen, Kuvertiermaschinen, Sicherheitsvorschriften.

  • Reinigung und Ordnung: Regelmäßige Leerung von Papierabfällen und Kartonagen.

  • Tägliche visuelle Kontrolle des Bodens (Rutsch- oder Stolperfallen) und ggf. sofortige Beseitigung.

  • Personalplanung: Aufstockung oder Einsatz von Aushilfskräften in Stoßzeiten.

  • Arbeitsaufteilung und Pausenregelung, um monotone Arbeitsphasen zu unterbrechen und Überlastung zu vermeiden.

Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

  • Schnittfeste Handschuhe (optional bei häufigem Umgang mit Cutter und scharfen Kanten).

  • Handschuhe für Reinigungsarbeiten (Chemikalienschutz oder einfache Haushaltshandschuhe, je nach Reinigungsmittel).

  • Augenschutz (z. B. bei Tonerwechsel).

Psychische Entlastung

  • Job-Rotation: Regelmäßiger Wechsel zwischen Sortier-, Frankier- und Verteiltätigkeiten.

  • Vermeidung langer Monotonie.

  • Pausenmanagement: Kurze aktive Pausen (auch Mikropausen) zum Auflockern des Bewegungsapparats.

  • ggf. Rückzugsbereiche für Ruhephasen.

  • Kommunikation: Regelmäßige Teammeetings zum Austauschen von Erfahrungen, Erkennen von Belastungsspitzen.

  • Einbindung der Mitarbeiter bei Prozessverbesserungen.

Datenschutz und Sicherheit

  • Zugriffsbeschränkung: Abschließbare Schränke oder Postfächer für sensible Sendungen.

  • Nur autorisiertes Personal im Sortierbereich.

  • Vertrauliche Dokumente: Separates Sortierfach oder Tresor für hochsensible Dokumente.

  • Innerbetriebliche Kommunikation über gesicherte Kanäle.

  • Schulung Datenschutz: Regelmäßige Unterweisung zum Umgang mit personenbezogenen Daten in der Poststelle.

  • Sensibilisierung bei der Weiterleitung von Briefen oder Päckchen mit vertraulichen Inhalten.

Formblatt „Gefährdungsbeurteilung – Inhouse-Postdienste“

Abteilung/Bereich: Poststelle

Datum: TT.MM.JJJJ

Erstellt von: Name, Funktion

Nächste Überprüfung: TT.MM.JJJJ

Tätigkeiten:

  • Sortieren (Brief- und Paketsendungen)

  • Frankieren (Brief-, Paketfrankierung)

  • Transport der Post (innerbetrieblich)

Identifikation und Bewertung von Gefährdungen

Identifizierte Gefährdung

Beschreibung

Risikostufe

Vorhandene Maßnahmen

Zusätzliche Maßnahmen notwendig?

Heben schwerer Pakete

Max. 15 kg ohne Hilfsmittel

mittel

Schulung Heben/Tragen, Rollwagen

Ja - bessere Verteilung auf mehrere

Stolperfallen (Kabel, Kartons)

Lagerung, Kabelmanagement

mittel

Rutschhemmender Boden, Tägliche Kontrolle

Ja - Verlegung zusätzlicher Kabelkanäle

Quetschungen an Kuvertiermaschine

Einklemmstellen bei Wartung und Reinigung

mittel

Not-Aus-Schalter, Schutzabdeckungen, Unterweisung

Nein

Elektrische Gefährdung (Geräte)

Defekte Kabel, Überlastung

mittel

Jährliche Prüfung durch Elektrofachkraft, feste Installation

Nein

Toner / Reinigungsmittel (Hautreizung)

Umgang mit Chemikalien

gering-mittel

Arbeitshandschuhe, Kennzeichnung, Sicherheitsdatenblätter

Nein

Datendiebstahl / Datenschutz

Vertrauliche Dokumente ungesichert

gering-mittel

Abschließbare Fächer, Datenschutzschulung

Ja - Verbesserung Zugangsberechtigung

Formblatt „Maßnahmenplan und Verfolgung“

Maßnahme

Ziel

Verantwortlicher

Ressourcen

Frist

Status

Installation zusätzlicher Kabelkanäle

Verringerung Stolpergefahr

Facility Management

Budget für Baumaterial

31.05.XXXX

in Bearbeitung

Anschaffung weiterer Rollwagen / Sackkarren

Reduzierung manuelle Lastenhandhabung

Einkauf, Postleitung

Investitionsantrag

15.06.XXXX

offen

Einrichtung von Notfallplänen (z. B. Brand, Paket mit Batterien)

Vorbereitung auf Eskalationen

Poststellenleitung

Zusätzliche Dokumentation

30.06.XXXX

offen

Schulung „Datenschutz in der Poststelle“

Sensibilisierung für vertrauliche Sendungen

Datenschutzbeauftragter

Zeit, Räumlichkeit

15.07.XXXX

offen

Einführung von Job-Rotation (Sortierung/Verteilung)

Reduktion monotone Belastung, Stress

Poststellenleitung

Personalplanung

01.08.XXXX

offen

Regelmäßige Arbeitsplatzergonomie-Checks

Verringerung körperlicher Beschwerden

Fachkraft für Arbeitssicherheit

Zeit, Checkliste

quartalsweise

fortlaufend

Formblatt „Prüf- und Kontrollplan“

Kontrollpunkt

Prüfintervall

Durchführender

Datum / Ergebnis

Maßnahmen bei Abweichung

Sichtprüfung elektrische Geräte (Stecker, Kabel)

monatlich

Fachkraft/Beauftragte in Poststelle

 

Kabel austauschen, Gerät außer Betrieb nehmen

Ordnung und Sauberkeit im Postbereich

täglich

Poststellenpersonal

 

Sofortige Beseitigung von Stolperfallenc

Brandschutz (Feuerlöscher, Fluchtwege)

vierteljährlich

Brandschutzbeauftragter

 

Wartung/Prüfung beauftragen

Lagerung von Kartonagen, Papiermüll

wöchentlich

Poststellenleitung

 

Entsorgung, Freihalten der Fluchtwege

Maschinenprüfung (Frankier-/Kuvertiermaschine)

jährlich

Externe Servicefirma

 

Wartungsvertrag

KONTINUIERLICHE ÜBERWACHUNG UND BEURTEILUNG

  • Regelmäßige Begehungen: Durchführung von Sicherheitsrundgängen durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit oder durch Vorgesetzte.

  • Berichtswesen und Kennzahlen: Erfassung von Arbeitsunfällen, Beinaheunfällen und Reklamationen (z. B. falsche Zustellungen, verlorene Sendungen).

  • Jährlicher Bericht über Häufigkeit und Art der Vorkommnisse.

  • Feedback-Kultur: Motivieren der Mitarbeitenden, Gefahren und Verbesserungspotenziale zu melden.

  • Offene Kommunikation in Teambesprechungen.

  • Aktualität: Bei Veränderungen (z. B. Umbau der Poststelle, neue Maschinen, Neuerungen im Datenschutz) wird die Gefährdungsbeurteilung umgehend angepasst.